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Zampolli-Eis: Familientradition seit den Zwanziger Jahren

Mario Zampolli, der aus Forno die Zoldo, den italienischen Dolomiten stammt und das "original italienische Eis" nach Villingen-Schwenningen brachte, verkaufte bereits in den Zwanziger Jahren in der Lagunenstadt Venedig mit 6 Eiswagen "Gefrorenes".

Am 1. Januar 1938 eröffnete er in Schwenningen das erste Eiscafé, den „ Eissalon Venedig “ in der Mutzenbühlstraße 1. Dort betrieb zuvor der Konditor Anton Hahn ein Schokoladengeschäft mit "selbst hergestellten Erzeugnissen".

Mit seinem traditionell von Hand hergestellten italienischen Eis, den traditionellen "Gelati-Rezepturen", wurde das neue Eiscafé von Mario Zampolli sofort sehr beliebt und hoch geschätzt.

Die Kriegswirren hinter sich gelassen, die von 1944 bis 1947 den Aufenthalt in Deutschland und den Betrieb der Schwenninger Eisdiele unmöglich machten, kehrte Mario Zampolli mit der am 13. Oktober 1948 erhaltenen, befristeten Aufenthaltsgenehmigung nach Deutschland zurück.  Und schon im Dezember 1948 ging es mit dem Eissalon weiter.

Dem großen Erfolg in Schwenningen folgend, eröffnete Mario Zampolli dann 1951 in Villingen in der Niederen Straße das Eiscafé Venezia. In diesem Jahr folgte ihm auch seine Ehefrau Theresa nach Deutschland. Bis dahin führte er seinen Eissalon mit seinen drei Schwestern.

 

1963: Eiscafé Zampolli in der Rietstraße

Neben der Eröffnung einer Milchbar 1958 in Schwenningen, wurde dann am 16. Juni 1963 das Eiscafé Zampolli in der Rietstraße eröffnet.

 

1977 folgte im Schwenniger Mühlenweg die Eröffnung eines weiteren Eiscafés.

1979 schließlich die Eröffnung des Eiscafés am oberen Muslenplatz in Schwenningen. So wurden im Laufe der Zeit aus dem "ersten italienischen Eis-Salon in Villingen-Schwenningen" fünf gutgehende Eis-Cafés, die er seinen Nachkommen übergeben konnte.

Nach dem Rückzug des Seniorchefs  übernahmen nahe Verwandte den Muslenplatz in Schwenningen.

Marion Zampolli, der seinen Lebensabend abwechselnd in Deutschland und Italien verbrachte, starb 1987.

 

Seine  Tochter Maria Zampolli  übernahm das Eiscafé Venezia in der  Niederen Straße in Villingen.

Die Nachfolge des Eiscafés Zampolli in der Rietsraße übernahm der Sohn Raimondo Zampolli. Er entschloss sich nach einem Ingenieurstudium in Italien,  in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und nach Villingen zu kommen. Den Erfolg des italienischen Speiseeises und somit auch den Erfolg seines Vaters führte Raimondo Zampolli, neben dem unermüdlichen Arbeitseinsatz seines Vaters und den geschäftlichen Geschicken, auf die lange Tradition zurück: " Früher gab es keine Chemie und wir fertigen heute noch nach diesen alten Rezepten".

 

Raimondo Zampolli zog sich Anfang der Neunziger Jahre aus dem Geschäftsleben zurück und verbringt nun, wie sein Vater damals, sein Leben teilweise in Deutschland und teilweise in Italien.

Heute wird das Eiscafé Zampolli in der Rietstraße in Villingen von Cesare Gianotti und seiner Familie weitergeführt, die ebenfalls sehr viel Wert auf qualitativ hochwertige Produkte, die besondere Atmosphäre des Zampolli und natürlich auf die traditionelle Eisherstellung legen. Ganz im Sinne des Gründers Mario Zampolli und seinen Nachfahren.
Seit über 75 Jahren genießen die Zampolli-Kunden also immer noch das echte, italienische und selbstgemachte Eis der Zampollis.

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